
«Der gerissene Polizeipräsident Ayrom»
Mohammed Hossein Chan Ayrom – Polizeichef in Teheran und Triesenberger Neubürger
Mohammed Hossein Chan Ayrom (1882–1948) war ein hochrangiger iranischer General und enger Vertrauter von Schah Reza Pahlavi, der nach seinem politischen Sturz in Iran nach Europa floh. Im Jahr 1937 gelang es ihm, durch die Zahlung einer hohen Geldsumme die liechtensteinische Staatsbürgerschaft zu erlangen. Er lebte daraufhin unter dem Pseudonym «Johann Graf Moncay» in Liechtenstein und versuchte, sich als europäischer Adliger zu stilisieren.
Während des Zweiten Weltkriegs geriet er unter Beobachtung der Behörden, da er im Verdacht stand, Kontakte zum NS-Regime zu pflegen und in Spionageaktivitäten verwickelt zu sein. Die Nazis verhafteten Ayrom und stecken ihn in Berlin ins Gefängnis.
Trotz dieser Kontroversen und Bemühungen der iranischen Regierung um seine Auslieferung konnte er bis zu seinem Tod in Liechtenstein bleiben. Ayrom verstarb 1948 in Bern, ohne jemals für seine mutmasslichen Verbrechen in Iran zur Rechenschaft gezogen worden zu sein.



