
Liechtensteiner Reichdeutschen
Jugend im Malbun.
«Was wir tun, tun wir für Deutschland und unseren Führer»
Die Hitler-Jugend im Fürstentum Liechtenstein
Die Hitler-Jugend in Liechtenstein wurde im Dezember 1935 für in Liechtenstein lebende Kinder und Jugendliche mit deutscher Staatsbürgerschaft gegründet. Um diplomatische Konflikte mit dem Fürstentum zu vermeiden, agierte sie ab 1938 offiziell unter dem Namen «Reichsdeutsche Jugend». Organisatorisch war die Gruppe der Landesjugendführung der Hitler-Jugen in der Schweiz unterstellt. Die Mitgliederzahlen waren mit elf Gründungsmitgliedern zunächst gering, stiegen jedoch bis zum Jahr 1942 auf rund 45 Jugendliche an.
Das Programm der Gruppe bestand primär aus ideologischer Schulung, Sport, Geländespielen und regelmässigen Heimabenden. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Aktivitäten um praktische Dienste wie Altstoffsammlungen und Kriegshilfen für das Deutsche Reich erweitert.
Die liechtensteinischen Behörden tolerierten die Organisation, solange sie sich ausschliesslich auf deutsche Staatsangehörige beschränkte und keine Einheimischen anwarb. Dennoch kam es gelegentlich zu Spannungen, wenn die Jugendlichen durch uniformiertes Auftreten oder provokante Propaganda in der Öffentlichkeit auffielen.
Die Organisation diente dem NS-Regime dazu, die im Ausland lebende deutsche Jugend fest im nationalsozialistischen Sinne zu indoktrinieren. Mit dem Zusammenbruch des Dritten Reiches und dem Ende des Krieges im Jahr 1945 löste sich die Gruppe in Liechtenstein endgültig auf.



